Rechnung noch offen: Nr. 79889900

Unter einer angeblichen Amazon-Adresse schreibt mir ein ebenfalls angeblicher Rechtsanwalt, um mich mit finanziellen Forderungen zu konfrontieren. Zwar weiß der Betrüger wie üblich nicht mal meinen Namen, weswegen er mich auch nur als “Kunde” bezeichnen kann. Dafür kommt er aber schnell zu Sache:

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Schon bei dem ersten Satz stellen sich vier Fragen: warum sollte eine Rechtsanwaltskanzlei eine Amazon-Mailadresse besitzen und zweitens seit wann “bittet” eine Firma eine Rechtsanwaltskanzlei darum, sie zu schützen? Sie beauftragt höchstens… Drittens: warum kennt eine angebliche Rechtsanwaltskanzlei nicht die tatsächliche Rechtsform ihres Klienten? Amazon ist alles mögliche – nur keine GmbH. Und schließlich: warum sollte sich Amazon um meine “finanzielle Interessen” kümmern und diese selbstlos schützen wollen?

Im weiteren Text dann das übliche Blabla: schnellstmögliche Überweisung, wenn nicht Gericht, und Termindruck, nämlich Kontaktaufnahme binnen 72 Stunden. Selbstverständlich befindet sich nirgendwo in der Mail der Name der angeblichen Kanzlei noch gar eine Telefonnummer. Nur die kryptische Berufsbezeichnung

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Also schreibt mir nicht mal ein richtiger Rechtsanwalt?

Wie auch immer: Mit den sinnlosen Behauptungen und dem Termindruck soll nur eins erreicht werden: den Datenanhang zu öffnen. Und dieser ist brandgefährlich, enthält er doch ein Schadprogramm, welches sehr viel Ärger machen kann.

Niemals solche Mails öffnen. Keine Anwaltskanzlei wird per Mail unaufgefordert derartige Mails versenden. Die Mail sofort löschen!